"Do" - (Lebens)-Weg, die auch als Harmonie, Energie und
Weg/Methode übersetzt werden)
Uebersetzt: „Der Weg der Harmonie im Zusammenspiel mit Energie“,
„Weg zur Harmonie
der Kräfte“ oder
„Der Weg der Harmonie mit der Energie des Universums“ Quelle: Wikipedia / Aikido / Name und seine
Interpretation
Worte finden um das oftmals jahrelange Schweigen zu brechen
ist ein, in meinen Augen, sehr wichtiger erster Schritt.
- Schweigen brechen –
Ich denke jedoch, dass "allein darüber sprechen" - nicht alle Blockaden
aufzulösen vermag. Der Körperbezug, und die Körperreaktionen, die
eingeprägten Muster im Verhalten und in Bezug auf "Gewalt und
Verhalten" sind sehr stark verankert. Um einen Missbrauch "zu
überleben" - haben viele Betroffene gelernt, sich von ihrem Körper
"wegzudenken" - zu "dissozieren". Im Heute sollen sie wieder einen
Körperbezug herstellen, den Körper als eigen betrachten. Dies heisst
auch in einer Stresssituation reaktionsfähig zu bleiben - nicht zu
dissozieren.
Missbrauch verändert auch die eigene Körperwahrnehmung,
verändert den Körperbezug.
Ich denke hier können mir viele zustimmen, wenn ich sage,
dass es schwierig ist den eigenen Körper anzunehmen, ihn als zu sich
dazugehörig zu empfinden, weil gelernt wurde, dass einem auch der Körper
nicht gehört…..
Daher ist es in meinen Augen ganz wichtig einen Zugang zum eigenen Körper zu finden um so die ungewollte
Reaktionsmuster durchbrechen zu lernen. - Der Ekel vor dem eigenen Körper – Den Körper als Fremdkörper zu sehen – Der Hass zum eigenen Körper – Ja schlussendlich auch den Körper zu trennen,
abzuspalten
- sowie in Extremsituationen reaktionsfähig zu bleiben
In meinen Augen reicht da eine Gesprächtherapie allein nicht aus. Ich
habe mich lange mit Selbstverteidigung befasst - und in meinen Augen,
ist das was IMPACT bietet etwas, was in eine Aufarbeitung integriert
und therapeutisch begleitet werden sollte.
Wichtig ist, dass eine gewisse Stabilität vorhanden ist. Es ist eine
Extremsituation, welcher jeder einzelne ausgesetzt wird. Von einem
Täter angegriffen werden, diese 1:1 Situation wieder zu erleben, mit
dem Unterschied zu lernen, dass ich im Heute reaktionsfähig bleiben
kann. Ich greife nicht mehr auf alte Muster (z.B. dissozieren) zurück,
sondern weiss für mich einzustehen NEIN zu sagen.
Es ist eine absolute harte, jedoch in meinen Augen sehr lohnenswerte Grenzarbeit.
Der Kurs wird von Trainer /-innen professionel und gut begleitet,
niemand ist allein und die Kraft, die auch von der Gruppe ausgeht ist
imens.
Das Ziel ist auf verschiedenen Stufen zu arbeiten - es wird mit Stress
gearbeitet und die Situationen sind, wie schon geschrieben sehr
realitätsnah.
Ich hab beim ersten Anlauf den Kurs unterbrechen müssen um ihn dann ein
paar Jahre später nochmals zu besuchen. Es zog mich persönlich hin und
her zwischen Glücksgefühl und innere Zerissenheit, Schmerzen und
Erinnerungen. Schlussendlich merkte ich aber auch die innere Kraft, was
es heisst sich wehren zu können, bei sich zu bleiben und aktiv zu tun.
Es ist ein Gefühlsmeer - und in meinen Augen auch eine riesen Chance.
Zu merken: Hey, ich kann mich wehren, ich bin nicht mehr das Kind von
einst, sondern ich bin heute eine erwachsene Frau, die nicht mehr in
diese Hilflosigkeit kommt, sich nicht wehren zu können - ich kanns.
Die Integration von IMPACT in jegliche Formen von Therapie - sehe ich
als riesen Chance, auch auf andere Ebene weiterzukommen. Zu erfahren
auch was es heisst, nicht mehr das hilflose Kind von einst zu sein,
sich lernen zu wehren, sich erlauben sich zu wehren - die Angst vor der
Angst zu besiegen und zuzuschlagen. Hochkommende Erinnerungen
verarbeiten und so wieder einen Schritt weiterkommen, für mich in dem
Punkt einen sehr bedeutenden Schritt.
....und selbst wenn im Kurs ein Flashback da ist, oder es zum
Dissozieren kommt, da sind sehr gute Trainerinnen, die damit umgehen
können - die helfen, wieder ins Hier und Jetzt zurückkommen. Zu merken,
in der Gruppe aufgefangen und getragen zu sein - und das jeder einzelne
der Teilnehmerinnen - das kann auch eine ganz neue Erfahrung sein.
Was für mich ein absolutes MUSS ist - ist die Offenheit vor Kursbeginn
mit der Trainerin zu sprechen. Das Wissen bleibt bei ihnen, und doch
ist es im Umgang während des Kurses sehr wichtig. Du bist nicht anders
durch diese Offenheit. Es hilft dir während des Kurses - weil auch
andere wissen, wenn du reagierst was los ist. Der Kurs löst etwas aus,
zu 100%. Es ist kein Spaziergang - jedoch eine riesen Chance.
Ich kann IMPACT nur weiterempfehlen. Wichtig ist - nehmt euch Zeit den
Kurs zu machen, macht ihn nicht, wenn ihr in Prüfungs- oder sonstigen
Stresssituationen schon drin fest steckt. Es müssen nicht tausend Dinge
auf einmal bewältigt werden - sondern eines nach dem anderen. Und
IMPACT heisst, ich lasse mich darauf ein und ich nehm mir Zeit für mich
und mein Wohlbefinden. Ich achte auf mich und meine Grenzen.
Ausser Impact kam ich zu Aikido. Die Philosophie dieser Sportart hat
mir sehr zugetan. Auch hier ist wieder der nahe Kontakt in Beziehung zu
einem Menschen im Vordergrund und genauso eine Grenzarbeit, wenn auch
sehr anders als IMPACT.
„Wahres Budo dient
jedoch nicht
einfach dazu, den Gegner zu zerstören; es ist viel besser einen
Angreifer
geistig zu besiegen, so dass er seinen Angriff gerne aufgibt“
(Morihei Ueshiba - Budo)
Wie ich das erste Mal Zuschauen ging sahen die Menschen für
mich wie Bäume aus, die sich bewegen – Harmonie.
Das war mein erster Eindruck von Aikido.
"Mir war klar, dass Aikido eine enorme Herausforderung für
mich bedeuten würde aus verschiedensten Aspekten. Nähe
- Berührung - Erinnerungen, die es auslösen würde, auf dem Boden zu
sein - Festgehalten zu werden - um nur ein paar zu nennen..."
Auch hier, wie bei jeder Grenzarbeit heisst es wieder, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten. .
Im Kleinen kann grosses liegen, die Kunst liegt darin, dies
auch erkennen zu können.
Ich finde Aikido als einen sehr wertvollen Weg, seine eignen
Grenzen erweitern zu können, an sich zu arbeiten.
Ich glaube, dass mit Aikido jeder Mensch an sich arbeitet,
die einen sehr bewusst, die andern eher unbewusst
Ich denke, dass Aikido jeden Menschen auch verändert und
beeinflusst in der eigenen Haltung sich selber als auch andern gegenüber.
"Ich bin ich – und ich muss nicht so sein wie andere."
Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch bringt seine eigene
Geschichte ins Dojo.
Daher finde ich es auch sehr wichtig, dass wenn man mit
Aikido beginnt, nicht so sein möchte wie alle andern. Seine eigenen Grenzen
nicht an denen von andern misst.
Aikido kann für mich ein therapeutischer Ansatz sein, ersetzt
im eigentlichen Sinne aber keine Gesprächs - Therapie.
Die Kombination von beidem finde ich für mich sehr wertvoll,
um wirklich jegliche Arten von Grenzen erweitern zu können.
Es ist eine Stärke zu sich zu stehen und keine Schwäche
etwas noch nicht zu können.
Der Weg als Ziel
Weil der Weg allein schon mit jedem Kieselstein den man
überwindet ein Ziel und ein Erfolgserlebnis für sich selber ist.