Der Landsitz Lohn ist einer der schönsten Berner Landsitze (Campagnen). Beat Emanuel Tscharner (1753-1825) liess den Landsitz in den Jahren 1782/83 bauen. 1897 verkaufte die Familie von Tscharner den Landsitz an den Rechtshistoriker Friedrich Emil Welti (1857-1940). Architekt des Landsitzes war Carolus Ahasver von Sinner (1754-1821), der verschiedene Berner Landsitze entwarf und baute. Das Landgut Lohn darf als eines der Meisterwerke dieses Architekten erwähnt werden.
Das Haus ist mit sehr sehenswertem Mobiliar verschiedener Epochen ausgestattet. Die Bildersammlung erstaunt den Besucher mit vielen Berner Ansichten des 18. und 19. Jahrhunderts und Werken von Schweizer Künstlern der Jahrhundertwende.
Nach dem Tode von Frau Helene Welti-Kammerer, 1942, erbte die Schweizerische Eidgenossenschaft den frühklassizistischen Landsitz als Erholungsstätte und als Gästehaus des Bundesrates.
Ueber den Nachlass von Friedrich Emil Welti berichtet die Untersuchung "Kulturgüter im Eigentum der Eidgenossenschaft: Untersuchung zum Zeitraum 1933-1945". Hrsg. vom Bundesamt für Kultur. Bern, 1998. Kapitel VI. Sammlung Friedrich Emil Welti im "Landsitz Lohn" in Kehrsatz".
Heute empfängt der Bundesrat seine Gäste in der repräsentativen Umgebung des Landguts und bei Staatsbesuchen residieren oft die geladenen Staatsoberhäupter in den Räumen des Lohn.
Ich habe mir erlaubt, die schwarzweissen Bilder dem Schweizerischen Kunstführer, Serie 31, Nr. 308, Das Landgut Lohn in Kehrsatz BE, zu entnehmen. Mit dieser Präsentation verbinde ich überhaupt keine kommerziellen Interessen. Ich danke der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und den Autoren H. von Fischer und M. Fröhlich. Die Farbbilder habe ich mit meiner Digitalkamera aufgezeichnet.
Aus der illustren Gästeliste des Landguts:
Besuchen Sie den Landsitz Lohn an den öffentlichen Besichtigungstagen im Frühjahr und im Herbst.
Genaue Daten erhalten Sie beim Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, Bern.
